Seehäuser Am Hafen7100 Neusiedl | in Planung
Architekten Halbritter & Hillerbrand DI Herbert Halbritter
DI Heidemarie Hillerbrand
VIENNA | NEUSIEDL AM SEE

Das Projektareal ist beim Seebad Neusiedl am See gelegen, westlich der Seestrasse, an der bestehenden Uferkante zur Bucht des Neusiedler Sees. Hier soll ein Hotel als dreigeschossiger L-förmiger Baukörper im nordöstlichen Bereich des Grundstücks positioniert werden, im westlichen Bereich des Grundstücks eine Appartement-Anlage mit 16 Einheiten beiderseits einer pierförmigen Wohnstraße.

Dazwischen wird ein neu ausgehobenes Hafenbecken.

Im Süden ist die offene Wasserfläche des Neusiedler Sees, der sich vor diesem Uferabschnitt über ca. 24 km erstreckt. Die offene und weite Landschaft in diesem Bereich ist durch wenige bauliche Dominanten (zB Seerestaurant) gegliedert und durch die städtebauliche Achse der Seestraße auf den offenen See gerichtet.

Das vorliegende Projekt nimmt diese städtebauliche Konstellation auf. Der Baukörper ist so positioniert, dass die vorhandene Haupt-Blickrichtung zum See nicht beeinträchtigt wird, gleichzeitig wird durch eine Gliederung und Knickung der Sichtfassade eine monotone und dominante Außenwirkung vermieden.

Durch die Neuschaffung eines Hafenbeckens zwischen Hotel und Apartments wird hochwertiger Freiraum geschaffen, der die gesamte Seezone von Neusiedl am See aufwertet.

Die Appartementanlage nimmt in ihrer Maßstäblichkeit auf die in der Umgebung vorherrschende Bootshausbebauung Rücksicht.

Weiters werden sämtliche Vorbereiche und öffentliche Bereiche des Projekts mit einem Bepflanzungskonzept geplant, das regionstypische Bepflanzungen aufnimmt und den öffentlichen Raum aufwertet. Der vorgefundene Baumbestand wird wo möglich berücksichtigt, die Silhouette der geplanten Kubatur wird hinter der bestehenden raumbegrenzenden Baumreihe entlang der Seestrasse angeordnet.

Das Materialkonzept der Fassaden wurde so gewählt, dass ein harmonisches Einfügen der geplanten Gebäude in die Umgebung zu erwarten ist. Zu auffällige, helle Oberflächen werden vermieden, vielmehr werden klare Materialien mit hoher Oberflächenqualität wie Sichtbeton oder metallische Fassadenelemente gewählt, die die im Laufe des Tages und des Jahres unterschiedlichen Lichtstimmungen in zurückhaltender Weise reflektieren. Der Mehrwert für die ganze Umgebung und die Gemeinde besteht in der hochwertigen Gestaltung eines derzeit sehr unattraktiven Areals zum See, der Schaffung eines 'Portals' zum See im Einklang mit den Gestaltungsrichtlinien des Weltkulturerbes.